Bosch AS und Amazon – zwei heiße Themen!

Veröffentlicht am 08.12.2019 in Aktuelles

Bericht der SPD-Fraktion von der Sitzung des Gmünder Gemeinderates
und des Verwaltungsausschusses vom 4. 12. 2019

  1. Wir stehen an der Seite aller Bosch‘ler!
    Die SPD-Fraktion akzeptiert die Pläne der Geschäftsleitung, weitere 1000 Stellen in Schwäbisch Gmünd abzubauen, nicht.
    Fraktionsvorsitzende Sigrid Heusel: „Eine Beschäftigungsgarantie wurde den Mitarbeitern zugesagt – vertraglich! Und Verträge müssen eingehalten werden! Die Unterschrift unter dem Papier war noch nicht trocken, da wurde die Betriebsleitung schon vertragsbrüchig!“ Der Betriebsratsvorsitzende von Bosch AS, Alessandro Lieb (und Mitglied der SPD-Fraktion) betonte, dass ein solcher Stellenabbau nicht nur 1000 Familien betrifft, „sondern unser Gemeinwesen und unsere Demokratie bedroht“. Allein auf die Rendite zu schauen, sei unmoralisch. Das Vertrauen in die Geschäftsleitung sei zerstört. „Wir kämpfen um jeden Arbeitsplatz“, so Alessandro Lieb in der Gemeinderatssitzung. Diese fand im Stadtgarten statt und wurde von ca. 400 Boschlern (lautstark) besucht.
    Ein „Runder Tisch“ soll im Neuen Jahr alle Seiten zusammenführen.

    Wir Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten stehen an der Seite aller Bosch‘ler!
  2. In der Verwaltungsausschuss-Sitzung ging es um die Frage, ob die Verwaltung den Auftrag erhalten soll, mit den Vertretern von Amazon in nähere Verhandlungen und Planungen einzusteigen, in Schwäbisch Gmünd ein Logistik-Zentrum zu eröffnen. Die CDU-Fraktion hatte Bedenken, stimmte aber schlussendlich dem Antrag der Verwaltung zu. Mit 8:8 Stimmen wurde der Antrag abgelehnt.
    Wir haben „Nein“ gesagt – das waren die Gründe:

     
  • Der Flächenverbrauch von ca. 30 000 qm steht in keinem Verhältnis zu den Jobs, die entstehen sollen – ca. 100, vor allem im Niedrig-Lohn-Sektor. Ob diese langfristig erhalten werden können, scheint bei zunehmender Automatisierung bzw. Digitalisierung fraglich.
     
  • Der zunehmende Lieferverkehr steht dem Wunsch entgegen, Verkehr aus der (Innen-) Stadt herauszuhalten.
     
  • Die Belastung durch Lärm der Liefer-Wagen (gerade in der Nacht) ist Anwohnern nicht zuzumuten.
     
  • Der Einzelhandel in Schwäbisch Gmünd darf nicht zusätzlich belastet werden.
     
  • Ein wirklicher Benefit für Schwäbisch Gmünd ist aus unserer Sicht nicht ersichtlich. Natürlich sind zusätzliche Arbeitsplätze erwünscht und erfreulich, aber nicht um jeden Preis.

   Uwe Beck (Öffentlichkeitsarbeit SPD-Fraktion)

 

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