Glaubwürdigkeit zurückgewinnen und mit gutem Beispiel vorangehen
Die SPD Schwäbisch Gmünd kritisiert Arnolds Vorschlag, zukünftig sollten Schülerinnen und Schüler die Schule putzen, um die Kommune finanziell zu entlasten. Der Vorsitzende Jens Eberlein stellt klar: „Wer Schülerinnen und Schüler zum Putzdienst heranzieht, macht dies auf Kosten von Unterrichts-, Pausen- oder Freizeit. In jedem Fall wird dadurch das ohnehin belastete Bildungssystem weiter überlastet.“ Die Politik dürfe nicht zu Lasten der kommenden Generationen sparen – das sei genau der falsche Ansatz. Zudem zeige der Vorschlag eine beispiellose Geringschätzung für professionelle Reinigungskräfte, die unter ohnehin schon schweren Bedingungen ihr Möglichstes machen, um den Schulbetrieb zu stützen.
„Wenn der OB glaubwürdig bleiben will, sollte er mit gutem Beispiel vorangehen und das Rathaus nach Dienstschluss mit seinen Amtsleitern gemeinsam ehrenamtlich putzen,“ so die Gmünder SPD. Das spare an der richtigen Stelle und verschaffe dem OB sicherlich wieder die bundesweite mediale Aufmerksamkeit, die er so gerne sucht.
Landtagskandidatin Ulrike von Streit machte zudem klar, dass das Land für die finanzielle Ausstattung der Kommunen verantwortlich ist und hier kläglich versagt. „Die neu geschaffenen finanziellen Spielräume des Bundes für Investitionen müssen unbedingt bei den Kommunen ankommen. Die Landesregierung muss die Kommunen besser finanzieren, damit diese ihrer Verantwortung als Schulträger gerecht werden können.“ Es könne nicht sein, dass auf der einen Seite zig Milliarden über die Sondervermögen ausgegeben werden und vor Ort in den Kommunen nur noch über Streichungen, Kürzungen und Ersatz professioneller Dienste durch ehrenamtliche Helfer diskutiert wird.