SPD Schwäbisch Gmünd

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Fragen der Gmünder Tagespost an die Jusos

Veröffentlicht am 03.06.2009 in Jusos in Aktion

1. Was unterscheidet euch von eurer Mutterpartei?

Wir Jusos sind die politische Jugendorganisation der SPD. Wir verstehen uns als jugendliche Organisation, die sich aktiv für die Zukunftschancen und Interessen unserer Generation einsetzt. Jeder kann etwas dazu beitragen. Dazu muss man kein SPD-Mitglied sein. Wir beschäftigen uns mit politischen Inhalten und Aktionen, aber natürlich kommt auch der Spaß nicht zu kurz. Wir haben eigenständige Positionen, die oft auch von unserer Mutterpartei abweichen. Wir wollen das gewissen unserer Partei sein. Wir bewegen uns freier und bringen politische Probleme direkter und deutlicher zum Ausdruck.

2. Eure Meinung zu Studiengebühren

Wir Jusos lehnen Studiengebühren ab. Bildung muss kostenlos für alle jungen Menschen zugänglich sein, unabhängig vom Geldbeutel und Herkunft der Eltern.
Bildung ist Menschenrecht und keine Ware die dem freien Markt überlassen werden kann. Langfristig führen Studiengebühren dazu, dass für die Gesellschaft wichtige Studiengänge den Interessen des Marktes geopfert werden. Es gibt kein ökonomisches Interesse an Kunst, Journalismus….
Die Gebühren schrecken junge Menschen vom Studium ab verschärfen dadurch den Fachkräftemangel und erzeugen einen Wettbewerbsnachteil in Deutschland. Sie schaffen Ungerechtigkeit und Bürokratie und lösen nicht die grundsätzlichen Probleme der Hochschulen. Wir Jusos fordern die Landesregierung auf diese Gebühren endlich abzuschaffen!

3. Was würdet ihr gegen Lehrermangel unternehmen?

Lehrermangel lässt sich nur durch Mehreinstellungen beheben. Die Versäumnisse der Landesregierung wirken jetzt nachhaltig und zeigen die deutlichen Probleme auf. Die Ausbildung der Lehrer muss deutlich gefördert werden und es muss ein positiveres gesellschaftliches Bild des Lehrers geschaffen werden als das heutig vorhandene.

4. Was fällt euch zum Stichwort „Integration“ ein?

Integration ist ein wichtiger Grundstein, um das soziale Miteinander positiv zu gestalten. Jeder Mensch, der von außerhalb nach Deutschland kommt soll die gleichen Möglichkeiten erhalten sein Leben auf den Werten des Grundgesetzes zu gestalten, wie derjenige der hier geboren ist. Integration findet nicht statt, indem man Kochrezepte austauscht (Kartoffelsalat – Döner).
Integration ist ein tägliches miteinander leben und miteinander umzugehen, egal welcher Herkunft man ist, egal ob man behindert oder nicht behindert, egal welchen Bildungsabschluss der Einzelne hat. Bewiesen ist jedoch, dass Bildung ein wichtiger Baustein für Integration und gegen Ausgrenzung ist.

5. Eure politischen Ansätze zum Abbau von Jugendarbeitslosigkeit?

Wir wollen Jugendarbeitslosigkeit durch gute Arbeit und Ausbildung für junge Menschen bekämpfen!
Gute Arbeit heißt ausreichend qualitativ hochwertige Ausbildungsplätze. Jeder junge Mensch muss das Recht auf eine qualitativ hochwertige Ausbildung haben. Es ist eine soziale Verpflichtung der Wirtschaft, ein auswahlfähiges Angebot an Ausbildungsstellen zur Verfügung zu stellen und auch zu finanzieren. Deshalb fordern wir ein Recht auf Ausbildung und die Einführung einer Ausbildungsplatzumlage.
In vielen Bereichen des Berufsbildungssystems bestehen gravierende qualitative Mängel. Hier muss die AusbilderInnentätigkeit stärker überprüft und professionalisiert werden.
Gute Ausbildung heißt aber auch, Entwicklungsmöglichkeiten zu haben. Eine Berufsausbildung muss als gleichwertige Hochschulzugangsberechtigung anerkannt werden. Jeder Mensch muss jederzeit seinen Schulabschluss gebührenfrei nachholen können.
Jugendarbeitslosigkeit muss vor allem gemeinsam mit den kleinen und mittelständischen Betrieben vor Ort bekämpft werden. In Verknüpfung mit entsprechenden Altersteilzeitmodellen wollen wir einen sinnvollen "qualifizierenden Generationen- und Fachkräftewechsel" einleiten, der auf zukünftige Arbeitsmarktperspektiven vorbereitet.

6. Wie wollt ihr die Stadt Gmünd für Jugendliche attraktiver machen?

Wir schlagen vor mehr Raum für Jugendliche in der Innenstadt zu schaffen. Es muss mehr kostenlose Aufenthaltsmöglichkeiten für die Jugendlichen geben, nicht nur ein einzelnes Jugendhaus, welches immer von den gleichen Leuten besucht wird. Die Öffnungszeiten müssen an die Bedürfnisse der Jugendlichen angepasst werden.
Auch die Landesgartenschau muss dazu ihren Beitrag leisten, in dem sie Freizeitangebote überall in der Stadt schafft. Die Belebung der Innenstadt nimmt dabei eine wichtige Rolle ein. Insbesondere müssen die Jugendlichen bei der Gestaltungsmöglichkeit hinter dem Gelände am Bahnhof mit einbezogen werden. Auch die Jugendlichen in den Teilorten müssen durch gute Busverbindungen die Möglichkeiten erhalten die Stadt schnell und kostengünstig aufzusuchen. Auch ist für die Jugendlichen wichtig, dass es attraktive, jugendorientierte Geschäfte und Einkaufsmöglichkeiten gibt.

7. Warum seid ihr politisch aktiv?

Demokratie lebt von der Beteiligung und es ist sehr wichtig, in einer Gesellschaft in der wir alle zusammen leben wollen, sich auch einzumischen. Wir wollen die Probleme im Jetzt anpacken und die Zukunft positiv mitgestalten.
Es macht uns Freude über alle möglichen politischen Themen zu diskutieren. Man erfährt sehr viel Neues, lernt die Unterschiedlichen Menschen und Interessengruppen kennen und lernt gesellschaftliche Vernetzungen zu durchschauen.
Wir sehen es als eine gesellschaftliche und soziale Verantwortung an sich zu beteiligen.

8. Was stört euch an der aktuellen Politik?

Wenn man von „der aktuellen Politik“ überhaupt sprechen kann, stört oftmals das Verhalten einzelner Politiker. Es geht häufig nicht um die Politik und die Diskussion über Themen und ein Ziel zu erreichen, sondern um die Profilierung einzelner und deren Karrierestreben.
Oftmals wird zu wenig an die Zukunft der Kinder und Jugendlichen gedacht. Diskussionen werden verkompliziert und man scheut sich vor klaren Positionen.

9. Wie reagiert eure Umwelt auf euer politisches Engagement?

Es gibt die unterschiedlichsten Reaktionen. Manche mit Unverständnis, andere aber auch positiv, erstaunt und anerkennend. Die negativen Reaktionen sind für uns Antrieb die Jugendlichen für Politik zu begeistern.

10. Ihr habt 5 Stichworte frei, um euch näher zu beschreiben

sozial, solidarisch , basisdemokratisch, nachhaltig, aktiv

Homepage Jusos Schwäbisch Gmünd

 

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